IMPRESSION
ICH SCHAFFE MEINEN PERSÖNLICHEN STIL
INDEM ICH ICH SELBST BIN.
CONTEMPORARY
20mm F2 DG DN
von Adam Klingeteg
Welche Fotoausrüstung verwendest du und wie würdest du dich als Fotograf beschreiben?
Was Kameragehäuse und Ähnliches angeht, bin ich irgendwie ein „Nikon-Typ“ geworden. Es war die erste Kamera, die ich mir selbst gekauft habe, und seitdem bin ich einfach dabei geblieben, weil sie so einfach zu bedienen ist und sich gut anfühlt. Ich fühle mich beim Fotografieren am wohlsten, wenn ich Ausrüstung verwende, die zu mir und meinen Bedürfnissen passt. Heutzutage stehe ich mit einem Bein in der Welt des Actionsports und mit dem anderen in der Mode- und Werbefotografie – die Ausrüstung muss zu beidem passen und alles gut miteinander verbinden.
Das spiegelt auch meinen Stil und meine Einstellung zur Fotografie wider. Solange es sich gut anfühlt und die Tage mit einem Lächeln im Gesicht vergehen – dann ist das der richtige Weg und man macht es richtig.
* Die Bilder ohne Bilddaten wurden mit anderen Objektiven als dem SIGMA 20mm F2 DG DN | Contemporary aufgenommen.
Wie ist deine Impression von der neuen SIGMA I Series 20mm F2 DG DN | Contemporary?
Zunächst einmal habe ich mich sofort in die Brennweite verliebt. Das SIGMA 24–70mm F2.8 DG OS HSM | Art ist das Objektiv, das ich immer an meiner Kamera montiert habe, egal was passiert – es ist ein echtes Arbeitstier. Aber die Möglichkeit, mit dem 20mm F2 DG DN | Contemporary einen etwas grösseren Bildausschnitt zu erzielen, hat mich dazu gebracht, mir über jede Aufnahme viel mehr Gedanken zu machen. Je nach Aufnahmewinkel entsteht eine leichte perspektivische Verzerrung des Motivs, was man sich sehr gut zunutze machen kann – man kann eine breitere Szene einfangen und auf ganz persönliche Weise mit Linien spielen.
Ich habe das Objektiv sowohl bei perfektem Tageslicht im Freien als auch in einer anspruchsvolleren, dunkleren Umgebung getestet, die von Leuchtstofflampen beleuchtet war. Es hat mich in beiden Fällen beeindruckt – besonders in der dunkleren Umgebung, da man die Blende bis auf F2 öffnen muss, um die Szene hell und klar zu halten. Die Schärfe verlief über jeden Blendenwert hinweg so gleichmässig, dass es ein Leichtes ist, bei den schnellsten Blendenwerten über F5.6 zu bleiben, ohne an Qualität einzubüssen; und genau so fotografiere ich am liebsten.
Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen als Fotograf erzählen?
Wie bist du zu diesem Beruf gekommen?
Meine fotografische Reise begann auf den Skipisten direkt vor den Toren meiner Heimatstadt im Süden Schwedens. Wir waren eine grosse Gruppe von Skifahrern, die jeden zweiten Tag auf die Piste gingen und eine grossartige Zeit hatten. Ich war vielleicht nicht der beste Sportler und fand mich bald hinter einer Kamera wieder, wo ich versuchte, die Besseren von uns zu fotografieren, wenn sie ihre coolen Tricks vorführten. Ich verliebte mich sofort in die Idee, derjenige zu sein, der Momente festhält, die sowohl die Fahrer als auch Aussenstehende betrachten und geniessen können.
Ich begann, herumzureisen und verschiedene Sportarten zu fotografieren – von Surfen bis Radfahren war alles dabei. Das führte mich an viele coole Orte und brachte mich mit einer Menge inspirierender Menschen zusammen. Jeder erzählte seine eigene Geschichte; und ich stand hinter der Kamera, um all das festzuhalten.
Bald liess ich mich ein wenig in Stockholm, Schweden, nieder. Ich mietete mir gemeinsam mit Gleichgesinnten ein Büro und begann, mir ein Netzwerk in der Welt der kommerziellen und kreativen Modefotografie aufzubauen. Das ist heute mein Hauptschwerpunkt und mein Hauptinteresse, auch wenn ich immer noch so oft wie möglich Zeit zum Skifahren finde.
Welche Rolle spielt die Fotografie in deinem Leben und deiner Karriere?
Die Fotografie und alles, was damit zusammenhängt, ist definitiv ein grosser Teil meines Lebens.
Sie ist sowohl das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene, als auch das, was mir im Alltag die grösste Zufriedenheit schenkt.
Wo immer ich hingehe, sehe ich immer wieder Szenarien und Motive und versuche, sie so schnell wie möglich in meinem Gedächtnis für zukünftige Projekte zu speichern und einen Weg zu finden, wie ich sie nutzen kann. Ich bin mir sicher, dass ich immer eine Kamera bei mir haben werde, in der einen oder anderen Form. Es war Liebe auf den ersten Blick und sie ist ewig.
Das Medium, mit dem ich mich am wohlsten fühle und in dem ich mich am stärksten ausdrücken und sowohl Freunden als auch Fremden zeigen kann, wer ich bin und was ich sehe.
Wie entwickelt man seinen eigenen Stil?
Das ist und bleibt eine schwierige Frage. Ich denke, der erste und wichtigste Schritt ist, etwas zu finden, das man gerne fotografiert und bei dem man sich wohlfühlt. Sei es das Fotografieren von Menschen auf der Strasse, grosse Werbekampagnen zusammen mit einem Team oder Architektur (und so weiter). Letztendlich hast du ja eigentlich angefangen, für dich selbst zu fotografieren, weil du denkst, dass es eine grossartige Möglichkeit ist, einen Moment festzuhalten. Das muss irgendwie die Grundlage für deinen Stil sein. Von dort aus kannst du anfangen zu experimentieren, verschiedene Techniken ausprobieren und wiederum diejenige finden, die am besten zu dir passt.
Ich habe das Gefühl, dass ich mein Bestes geben kann, wenn ich gemeinsam mit Gleichgesinnten arbeite, die mich als Fotografen wollen, weil ich ich selbst bin. Weniger nachdenken und mehr tun!
Ausserdem sollte man nicht zu sehr auf andere Fotografen und deren Arbeit achten. Inspiration ist gut, aber der Versuch, jemand anderes zu sein, könnte alles ruinieren.
Sei du selbst – das ist dein Stil.
Warum passt die I Series so gut zu dir, und mit welchen drei Worten würdest du deine Erfahrungen mit diesen neuen Objektiven beschreiben?
Ich würde sagen, dass die SIGMA I Series wirklich neue Türen öffnet. Man erhält die volle Leistung und optische Qualität eines grossen Objektivs, jedoch in einem schlanken und leichten Gehäuse. Das ist fantastisch, wenn man zwischen verschiedenen Orten hin- und herreist und die Ausrüstung überallhin mitnimmt.
Etwas Gewicht einsparen zu können, ist ein Glücksfall.
Da das Objektiv zudem über ein Vollmetallgehäuse verfügt, habe ich grosses Vertrauen in die Verarbeitungsqualität und bin mir sicher, dass es ewig halten wird – ganz gleich, wie stark es im Einsatz beansprucht wird.
Auch das professionelle Erscheinungsbild ist natürlich sehr ansprechend. Ganz in Schwarz, mit einer Lens Hood aus Metall und präzise eingravierten Buchstaben und Zahlen sieht das Objektiv aus wie ein Millionen-Dollar-Objektiv. Wie könnte man zu einer solchen Kombination Nein sagen?
– Elegant, durchdacht und wunderschön.
WEITERE FOTOS
ÜBER
ADAM KLINGETEG
Fotograf & Kreativdirektor
Ich stamme aus den tiefen Wäldern Südschwedens, lebe aber derzeit in Stockholm.
Begann als Extremsportfotograf, hat sein Tätigkeitsfeld jedoch zunehmend auf die Bereiche Werbung und Mode ausgeweitet.
VERWENDETE AUSRÜSTUNG