IMPRESSION
VERPFLICHTUNG ZUR HANDWERKSKUNST
SPORTS
200mm F2 DG OS
von Jeff Hargrove
Als Porträtfotograf ist es mir am wichtigsten, etwas zu erfassen, das sich vom Motiv unterscheidet. Das ist eine Herausforderung und braucht Zeit.
Zeit, die wir heutzutage nicht immer haben, da unser Leben immer schneller wird.
Die Verbindung zwischen mir und dem Motiv ist entscheidend, um jene Barriere zu überwinden, die uns vor dem Unbekannten schützt.
Um diese Verbindung herzustellen, gehe ich meist ganz nah an das Motiv heran, spreche mit ihm und gebe ihm Anweisungen.
Ich nutze die geringste Schärfentiefe, die ein Objektiv bieten kann. Ich fokussiere auf die Augen, durch die alles gesagt wird, und verwische den Rest von Kopf und Körper. So kann sich der Betrachter ganz auf die Augen konzentrieren.
Als ich also von Sigma gebeten wurde, ihr neues Sigma 200mm F2 DG OS | Sports mit einer Blende von 2 zu verwenden, war ich fasziniert! 200mm erschienen mir für Porträts etwas zu lang, da ich normalerweise ein 85-mm-Objektiv verwende.
Ich müsste zwar weiter vom Motiv entfernt stehen, aber gleichzeitig würde die Brennweite des Objektivs bei einer so kleinen Blendenzahl den Fokus auf die Augen, den ich mir so sehr wünsche, nur noch verstärken.
Ich habe ein Café im Künstlerviertel Marais in Paris, wo ich eine Community rund um Spezialitätenkaffee und Fotografie aufgebaut habe.
Meine Art, Kaffee zuzubereiten, ist handwerklich geprägt: Präzision ist entscheidend und die Qualität stets gleichbleibend – zwei Faktoren, die immer wieder für eine hervorragende Tasse Kaffee sorgen.
Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass die Community, die ich aufgebaut habe, genau diese Werte teilt.
Werte, die auch ein wesentlicher Bestandteil von Sigma sind und der Grund dafür, warum ich deren Kameras und Objektive für meine Fotografie verwende: Hingabe an Handwerkskunst, Präzision und Qualität.
Ich habe mich entschieden, einige meiner Kunden zu fotografieren, die dieselben Werte teilen. Es sind Designer, Künstler, Handwerker oder Menschen, die für Unternehmen arbeiten, die sich diesen Werten verschrieben haben.
Das Wetter in Paris war grau und trüb, doch dank des 200-mm-Objektivs mit seiner Blende von F2 und der hervorragenden Bildstabilisierung konnte ich auch bei schlechten Lichtverhältnissen arbeiten – sei es im Atelier eines Künstlers oder draussen auf der Strasse.
Ein weiterer Vorteil einer so unglaublich kleinen Blende! Es ist zwar ein schweres Objektiv, aber es zu halten und aus der Hand zu fotografieren war einfach und mühelos.
Die Stativhalterung erwies sich als sehr praktische Möglichkeit, Kamera und Objektiv zu halten, während ich mit meinen Motiven sprach oder mich von einem Ort zum anderen bewegte! Sigma scheint an diese kleinen Dinge zu denken, die das Leben eines Fotografen erleichtern.
Alle Bedienelemente sind ergonomisch angeordnet, sodass ich nicht lange nach den Einstellmöglichkeiten suchen musste.
Als ich die geringe Schärfentiefe sah, war ich begeistert! Die Länge des Objektivs beeinträchtigte meine Anweisungen an die Motivpersonen nicht. In manchen Fällen sorgte der Abstand sogar dafür, dass sich bestimmte Motivpersonen wohler fühlten. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Die Augen in jedem Porträt sind sehr scharf, mit jener sanften Unschärfe davor und dahinter, die durch die 200mm und die Blende von f/2 ermöglicht wurde und die Ausdruckskraft der Augen verstärkte.
Freihandaufnahmen bei schwachem Licht weisen normalerweise eine gewisse Unschärfe auf, insbesondere bei einem relativ schweren Objektiv, doch das 200-mm-Objektiv mit seiner hervorragenden Bildstabilisierung lieferte perfekt scharfe Bilder. Dies ermöglichte mir mehr Bewegungsfreiheit, um den richtigen Winkel und die Kompositionen zu finden, nach denen ich suchte.
Das Fotografieren von Porträts mit dem Sigma 200mm F2 DG OS | Sports-Objektiv hat meinen Horizont erweitert und meine Vorstellungen davon verändert, welche Art von Objektiv sich für Porträtaufnahmen eignet!
Die geringe Schärfentiefe bei einem Teleobjektiv machte die Porträts nur noch faszinierender und anders als bei jedem anderen Objektiv, das ich zuvor ausprobiert hatte.
Die hervorragende Bildstabilisierung des Objektivs gab mir die Gewissheit, dass die Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen, bei denen ich normalerweise ein Stativ benötigen würde, perfekt scharf werden würden. Es hat sich zweifellos einen festen Platz in meiner Sammlung von Porträt-Objektiven gesichert.
HINTER DEN KULISSEN
WEITERE FOTOS
ÜBER
JEFF HARGROVE
Fotograf
Jeff Hargrove ist ein in Paris ansässiger Porträtfotograf. Dort betreibt er ausserdem ein Café mit angeschlossener Fotogalerie. Als Autodidakt wollte er die Welt durch sein Objektiv sehen und war fasziniert von Menschen und ihrer Umgebung. Seine Reise in die Welt der Fotografie führte ihn rund um den Globus – von seinem Geburtsland, den USA, über Paris bis hin zu den pulsierenden asiatischen Metropolen Dubai, China, Hongkong, Malaysia, Japan und Taiwan. Kein Wunder, dass viele seiner Kunstwerke weltweit veröffentlicht und ausgestellt wurden. Zudem hat er in zahlreichen Ländern an unzähligen erfolgreichen Werbekampagnen für grosse Konsummarken mitgewirkt.
Mit besonderem Dank an
Thilan, Wall Architectes
Max, Designer
Mehdi, Leiter des Bereichs Immersive Kunst & Kultur bei Fisheye
Benoît, Künstler und Kreativdirektor bei Tiffany’s
Thomas und Aurore, Gründer von RSVP, handgefertigte Ledertaschen aus Frankreich
Hermon, Jazz-Trompeter
Pascal, Grafikdesigner und Kreativdirektor bei Gallimard
Sophie, Chanel
(in der Reihenfolge ihres Erscheinens in „MORE PHOTO“)
VERWENDETE AUSRÜSTUNG